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dipl. ing. norman klüber |
dittenberger straße 6 |
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WirtschaftlichkeitsberechnungObwohl jede Maßnahme zur Einsparung von Energie ökologisch sinnvoll ist, sollte man bei größeren Investitionen abwägen, in welchem Verhältnis finanzieller Aufwand und erzielte Einsparung liegen. Es lässt sich so bestimmen, wann sich eine energetische Sanierung wieder auszahlt oder ob sich eine etwas höhere Investition in eine innovative Heizungsanlage durch die geringeren Betriebskosten über die Jahre hinweg doch rentiert. Vor allem können verschiedene Varianten hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit verglichen werden. Statische Verfahren, wie die Gewinnvergleichs- bzw. Kostenvergleichsrechnung und die Rentabilitätsrechnung können nur einen groben Überblick geben, da Investitionen in Gebäudeteile und Anlagen in der Regel langfristig sind und sich Einsparungen und Gewinne erst über mehrere Jahre hinweg amortisieren. Während dieser Zeitspannen sollten die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und erwartete Energiepreissteigerungen mit berücksichtigt werden. Dies geschieht durch dynamische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. KapitalwertmethodeBei der Kapitalwertmethode wird der Geldwert bestimmt, den die Anlage oder das Bauteil im Betrachtungsjahr besitzt. Für jedes Betriebsjahr werden die zu erwartenden Erträge oder Einsparungen abzüglich der laufenden Kosten für Betrieb und Wartung berechnet, wobei Preissteigerung sowohl bei den Wartungskosten als auch bei den Energiepreisen berücksichtigt werden. Der Kapitalwert am Ende des 10. Jahres ist dann die Summe aller Überschüsse aus den Jahren 1 bis 10 abzüglich der Anfangsinvestition, wobei ein gewünschter oder vereinbarter Zinssatz p in die Rechnung mit einfließt. In den ersten Jahren ist der Kapitalwert immer negativ. Die Amortisationszeit ist die Zeitspanne, ab der der Kapitalwert größer ist als Null. Je kleiner die Amortisationszeit ist, desto wirtschaftlicher ist eine Investition. Auf jeden Fall muss jedoch die Lebens- oder Nutzungsdauer größer als die Amortisationszeit sein.Interner ZinsfußDer interne Zinsfuß ist der rechnerische Zinssatz, mit dem nach einer vorgegebenen Zeitdauer von n Jahren der Kapitalwert zu Null wird. Grundsätzlich sollte der interne Zinssatz so hoch wie möglich, auf jeden Fall aber höher als der Zinssatz eines eventuell aufzunehmendes Darlehens sein. Anzustreben ist ein interner Zinssatz, der dem Zinssatz einer risikofreien Kapitalanlage entspricht.annuitätischer GewinnDie Annuitätenmethode berücksichtigt als Entscheidungskriterium nicht die Höhe des Kapitalwertes, sondern die Höhe der sich daraus ergebenden Annuität. Der annuitätische Gewinn ist die Differenz zwischen den jährlichen Erlösen und den annuitätischen Kosten. Zur Ermittlung der annuitätischen Kosten werden die entstehenden Investitionskosten zzgl. Zinsen sowie die Kosten zur Beheizung des Gebäudes und eventuell anfallende Zusatzkosten (z.B. Wartung oder Hilfsenergie) auf konstante annuitätische (jährliche) Kosten umgerechnet. Eine Energiesparmaßnahme (Sanierung) ist dann als wirtschaftlich anzusehen, wenn der so ermittelte annuitätische Gewinn G größer als 0 ist. Von unterschiedlichen Heizungsvarianten ist die wirtschaftlicher, die einen größeren annuitätischen Gewinn aufweist.Kosten pro eingesparter bzw. erzeugter KilowattstundeBei Sanierungsmaßnahmen können auch als Beurteilungskriterium die Kosten der eingesparten Kilowattstunde Energie verwendet werden. Die Kosten der eingesparten kWh Energie ergeben sich, wenn man die annuitätischen Kosten durch die jährliche Energieeinsparung dividiert. Ähnlich lassen sich unterschiedliche Heizsysteme miteinander vergleichen. Dazu werden Investitionskosten und Zinsen auf jährlich konstante Kosten (kapitalgebundene Kosten) umgerechnet.Die Summe aus den jährlichen kapitalgebundenen Kosten, den verbrauchsgebundenen und den betriebsgebundenen Kosten wird durch den jährlichen Nutzwärmebedarf geteilt und ergibt so einen mittleren Vollkosten-Wärmepreis. Beim Vollkosten-Wärmepreis werden also alle anfallenden Kosten einschließlich der Investition auf die verbrauchte Kilowattstunde Energie umgerechnet. Dies entspricht den Vorgaben für Wirtschaftlichkeitsanalysen nach VDI 2067 und dient beim Nahwärme-Verkauf oder beim Energie-Contracting auch für die Kalkulation des Wärmepreises. |
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letzte aktualisierung: 31.05.2007 © norman klüber
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